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Die Biene

Darf ich vorstellen?

MEHR ALS NUR HONIG – DIE BESTÄUBUNGSLEISTUNG DER BIENE

Bei Honigbienen denkt man, der Name legt es ja auch nahe, zuerst an Honig. Aber die wichtigste Leistung der Biene besteht eigentlich aus etwas anderem: der Bestäubung. Damit ist die Honigbiene in Deutschland das drittwichtigste Nutztier, gleich nach Rindern (Platz 1) und Schweinen (Platz 2). Wir wollen einmal genauer betrachten, warum die Biene für uns so wichtig ist.

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BIENEN – WICHTIG FÜR UNS, WICHTIG FÜR DIE NATUR

Schätzungsweise 87,5% der Pflanzen auf der Erde werden durch Insekten bestäubt – die restlichen Blütenpflanzen durch den Wind. Darunter zählen ca. 80% der Nutzpflanzen: Ohne die Bestäubung durch Insekten gäbe es weder Äpfel, Avocados noch Mandeln. Erst durch die Bienen wird es möglich, dass unser Speiseplan aus mehr als Weizen und Reis besteht. Zudem sind die Pflanzen, die sich Insekten zu Nutze machen bis zu fünfmal so ertragreich als Pflanzen, die durch den wind bestäubt werden, weswegen Bienen entscheidend zur Ernährung der Weltbevölkerung beitragen. Eine Schätzung über die wirtschaftliche Leistung, die die Bienen allein in Deutschland erbringen, hat ergeben, dass sie rund 2 Milliarden Euro entspricht.

Image by Jenna Lee

DAS SÜSSE LEBEN: HONIG UND ANDERE BIENENPRODUKTE

Bei dieser Leistung der Bienen könnte glatt vergessen werden, dass wir auch durch Bienenprodukte direkt von der Imkerei profitieren: Das beliebteste ist sicherlich der Honig – er versüßt unser Leben und ist zudem gesund. In Deutschland werden jährlich in etwa 20.000 bis 25 000 Tonnen Honig mit Hilfe der fleißigen Insekten produziert. Aber auch andere Bienenprodukte sollen an dieser Stelle nicht vergessen werden.
Bevor es elektrischen Strom gab, waren Bienenwachskerzen äußerst beliebt und auch heute sind sie mit ihrem lieblichen Duft perfekt geeignet, um Atmosphäre zu erzeugen. Zusätzlich anzuführen sind noch Pollen, die als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden können, Gelée Royal, welches zunehmend Beliebtheit in der Kosmetikindustrie erfährt, Propolis und für medizinische Zwecke auch Bienengift.
Die Biene kann also mit recht als das drittwichtigste Nutztier in Deutschland gelten – und bringt im Vergleich zu anderen Nutztieren den Vorteil mit, dass ihre Ernährung keine Agrarflächen verbraucht, sondern diese erst richtig ermöglicht.

Image by Heather Barnes

Galerie

Honiggewinnung

Die Honiggewinnung

Entnahme

Honig kann geerntet werden, sobald eine Wabe zu mindestens 75% von den Bienen mit einer Wachsschicht verdeckelt worden ist. Je mehr desto besser. Dann ist er „reif“, das heißt der Wassergehalt sollte ausreichend niedrig sein, sodass der Honig lagerfähig ist.

Die Entnahme erfolgt in den Morgenstunden, wo ein Großteil der besonders wehrhaften Flugbienen außer Haus sind. Die auf den Waben sitzenden Bienen werden abgekehrt (sie trennen sich nur ungern von ihrem Vorrat) und die Wabe wird rasch in eine verschließbare Box gegeben.

Honigwabe verdeckelt

Entdeckeln

Zeitnahe (am selben Tag) wird der Honig aus den Waben gewonnen. Zuerst muss der Wachsdeckel entfernt werden. Großimker benützen dazu eine Entdeckelungsmaschine, der kleine Hobbyimker – also wir – verwendet eine Entdeckelungsgabel und hebt die Wachsschicht von Hand ab.

Schleudern

Die beidseitig entdeckelten Waben werden in den Korb der Schleuder gestellt. Wir leihen uns derzeit die Hand-Honigschleuder noch von unserem Imker-Verein aus, der Jungimker in jeder Hinsicht ganz toll unterstützt. Gerade wenn man zu imkern beginnt, hat man schon Kosten, die sich bei ein paar Tausend Euro bewegen, da sind wir froh, nicht alle Anschaffung auf einmal tätigen zu müssen. Der Korb in der Schleuder wird durch ausdauerndes Kurbeln gedreht und durch die Zentrifugalkraft tritt der Honig aus den Waben aus.

Sieben und abfüllen

Mit dem Honig lösen sich freilich auch Wachspartikel. Deswegen seiht man den Honig durch mehrere Siebe und ein feines Seihtuch ab, damit ein klares, reines Produkt übrig bleibt. Nun lässt man den Honig im großen Abfüllbehälter verschlossen mehrere Tage stehen. In dieser Zeit schwimmen noch feinste, helle Schwebeteilchen an die Oberfläche, die man auch noch abschöpft – und jetzt ist der Honig soweit, dass man ihn in Gläser abfüllen kann.

 

Was gibt es sonst noch zur Honiggewinnung zu sagen? Alles klebt, einfach alles…

Hier erfährst du noch mehr über die Biene!

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Der Imker

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