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Die Varroamilbe

Die Varroamilbe ist ein bedeutsamster Bienenschädling

Die Varroamilbe

Die vor mehreren Jahrzehnten aus Fernost eingeschleppte Varroamilbe ist eine der Bedrohungen die ein Bienenvolk auf Dauer zu Grunde richten, wenn die Anzahl der Varroamilben nicht reduziert wird. Die Bienen in Fernost haben über Jahrhunderte hinweg gelernt, mit der Milbe selbstständig fertig zu werden und durch gegenseitiges putzen und andere Verhaltensweise den Bestand der Varroamilbe im Volk auf einem niedrigen Level zu halten. Dies wird irgendwann bei unseren Einheimischen Bienen auch der Fall sein, aber wenn wir der Natur freien Lauf lassen gibt es, auch bedingt durch Einflüsse aus der Landwirtschaft, bald keine Bienen mehr, die ihren Nachkommen die gewonnene Erfahrung weitergeben können.

Bienenwaben

Varroamilben erkennen

Die Varroa ist breiter als lang. Ein Breitoval und daran kannst Du die Varroamilbe erkennen. Sie misst etwa 1,1mm x 1,6mm. Ihre Farbe ist hell beige, wenn sie jung ist; dann ist sie schwer zu erkennen. Ältere Exemplare sind deutlich rotbraun bis dunkelbraun und unverwechelbar.

Wenn Du Varroa auf Bienen aufreiten siehst, ist das Bienenvolk bereits extrem stark vermilbt, und der Zusammenbruch so gut wie sicher. In weniger stark befallenen Bienenvölkern sitzt Varroa allerbestens geschützt zu 80% in der verdeckelten Bienenbrut, wo sie sich ungestört vermehrt. Der „Rest“ versteckt sich unter den acht paarigen Bauchschuppen der Hinterleibsringe der Bienen. Und dort sind sie natürlich nicht zu erkennen.

Varroa ist perfekt ans Leben im Bienenstock angepaßt. Mit einer Varroaschublade unter deiner Bienenbehausung kannst Du dort den natürlichen Milbentotenfall auslesen. Es gibt Formeln, wie man aus dem täglichen Totenfall die Vermilbung des betroffenen Bienenvolks ermittelt.

Varroamilbe auf der Biene

So schädigt die Varroamilbe die Bienen

Varroa entzieht der Bienenbrut nicht nur Nährstoffe aus dem Körper, sondern auch Widerstandskraft und Vitalität, sodaß im Prinzip invalide Bienen schlüpfen.

Varroa parasitiert ebenso die erwachsene Biene und schädigt auch dort das Immunsystem.

Denn der Fettkörper, an dem Varroa parasitiert, ist das Entgiftungsorgan der Bienen; vergleichbar mit unserer Leber.

Außerdem bringt die Milbe Viren und Bakterien durch die geschaffene Wunde in den Bienenkörper ein; also Krankkheiten.

Durch diesen Mix an Schädigung sinkt die Lebenserwartung der einzelnen Biene drastisch und dazu ihre Leistungsfähigkeit im Bienenvolk. Im Sommer legt die Bienenkönigin gegen den Schwund vermehrt Eier. Im Winter wird durch die Verpflichtung Brut zu pflegen aus langlebigen Winterbienen kurzlebige Individuen. Bei einem entsprechen hohen Milbendruck brechen die Völker zusammen.

Bienenbrut bedeutet allerbeste Vermehrungsbedingungen für die Varroamilbe.

Ist ein Bienenvolk von Varroa geschädigt, spricht man von der Krankheit Varroose.

Information zur Varroabehandlung

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